Auflastung der Brücke in Gräveneck nicht zu Lasten der Wirbelauer Bevölkerung

Es ist an fast alles gedacht: Der Neubau der Brücke Gräveneck (Landesstraße 3452 Kreis Limburg-Weilburg), wird nicht nur neu. Die Brücke bekommt einen Dienstweg, der breit genug für Fußgänger ist. Sie ist auch ausreichend geräumig für Radler, die darüber fahren wollen. Aber, bekommt sie auch ein neues Verkehrsschild über eine Beschränkung der Tonnage?

Der Neubau der Brücke soll uneingeschränkt für Sattelschlepper zulässig werden, lautet es. Bisher gilt eine Einschränkung von 9 t.

Das dürften die Anwohner des angrenzenden Runkeler Stadtteils Wirbelau besonders zu spüren bekommen, durch die sich die L 3452 durchzieht. Die schweren Lastwagen werden, durch das neu geschaffene Schlupfloch, die direkte Route nehmen und durch Wirbelau poltern. Bisher müssen lange Umwege in Kauf genommen.

Einerseits setzen sich die Bürgermeister für belebte und lebenswerte Ortskerne ein, andererseits leiden gerade die Ortskerne durch hohes Verkehrsaufkommen.

Wie in vielen alten Ortsteilen sind die Straßen eng und die Bürgersteige schmal. So auch die betroffene Fahrbahn der Ortsdurchfahrt Wirbelau. Wie sollen sich in so einem Nadelöhr von ca. 3,50 Meter Breite Fahrzeuge und besonders Schwerfahrzeuge begegnen können? Geschweige denn, wenn Fußgänger, Mütter mit Kinderwagen usw. zeitgleich auf den Straßen unterwegs sind? Luft anhalten und sich an die Hauswand pressen kann keine Lösung sein! Passanten müssen geschützt werden und wir sehen hier die Gefahr gegeben, dass Bürgerinnen und Bürger in Wirbelau unter die Räder kommen könnten.

Deshalb halten wir eine Begrenzung der Tonnage der Brücke in Gräveneck für dringend erforderlich.

B90/Die Grünen Silvia Lissner für den OV Runkel, Rüdiger Schultheis für den OV Weinbach

Verwandte Artikel